Wir möchten uns bei allen bedanken, die sich an der Unterschriftenaktion gegen den Import von Tierfellen aus Asien beteiligt haben.
Die Aktion war ein voller Erfolg!
Nachfolgend ein Artikel aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.11.2006:

Verbot von Handel mit Katzenfellen

Gesetzentwurf der EU-Kommission

Oft wissen die Verbraucher nicht, von welchem Tier modische Fell-Accessoires stammen.

Brüssel - Der Handel mit Hunde- und Katzenfellen soll in der Europäischen Union verboten werden. Der Europäischen Kommission gehe es dabei ebenso um den Tier- wie um den Verbraucherschutz, sagte EU-Verbraucherkommissar Markos Kyprianou gestern bei der Vorstellung eines entsprechenden Gesetzesvorschlags: Die EU-Bürger würden in die Irre geführt, denn das Fell von Hund und Katze werde nie als solches gekennzeichnet, sondern zum Beispiel durch Einfärben unkenntlich gemacht oder als Kunstpelz angeboten. Die Verbraucher kauften den Heimtierpelz also unwissentlich und unfreiwillig an Kleidungsstücken, als modisches Accessoire oder Kinderspielzeug.

Nach Erkenntnissen der Kommission stammen die Pelze vor allem aus China. Tierschützer fordern schon lange ein derartiges Handelsverbot. Immer wieder verwiesen sie in der Vergangenheit auf das qualvolle Sterben Hunderttausender Hunde und Katzen für ihr Fell. Oft werde ihnen bei lebendigem Leib das Fell abgezogen, erklärte zum Beispiel der Deutsche Tierschutzbund. Der Verbraucher in der EU solle sich darauf verlassen können, dass er nie mehr ungewollt Produkte mit Hunde- oder Katzenfell kaufe, sagte EU-Kommissar Kyprianou.

Die Gesetzesinitiative sieht konkret ein EU-weites Verbot der Herstellung und Vermarktung sowie der Ein- und der Ausfuhr der Felle vor. Der Kommission lägen Beweise für die Misshandlung von Hunden und Katzen in Ländern außerhalb der EU vor, wo die Tiere wegen ihres Fells gezüchtet würden. In der EU gebe es für eine derartige Produktion indes keine Anhaltspunkte. Der Umfang des Katzen- und Hundefellhandels lasse sich wegen der Täuschungsmanöver über die Herkunft der Pelze nicht genau beziffern, sagte Kyprianou. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes werden allein auf dem deutschen Markt alljährlich Fell und Haut von mehr als einer halben Million Katzen und Hunden verwendet. (afp)

 

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